Burgenland: Das burgenländische Bauprogramm 2026 

vonRedaktion Salzburg
MÄRZ 26, 2026

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland – LMS 

LR Dorner: Investitionen in die Infrastruktur von rund 350 Millionen Euro in diesem Jahr 

Rund 350 Millionen Euro stehen 2026 im Burgenland für den Ausbau und die Optimierung der Infrastruktur zur Verfügung. „Das Land agiert – wie bereits in den vergangenen Jahren - offensiv und nicht defensiv. Es werden hunderte Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Das wirkt sich positiv auf die Wirtschaft wie auch auf die Bevölkerung beispielsweise durch einen verbesserten Hochwasserschutz oder verbesserte Straßen aus. Es geht auch darum, das Burgenland weiterzuentwickeln. All die Bereiche Gesundheit, Bildung, Kultur wie auch Sport sind wichtig für das Land“, fasste Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner die Ziele des Bauprogramms 2026 zusammen, das er gemeinsam mit Jutta Benedek (Geschäftsführerin Landesimmobilien Burgenland – LIB), Johann Thiesz (Geschäftsführer von Bau und Betrieb Burgenland – BBB) und Abteilungsleiter Wolfgang Heckenast (Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 5 - Wasser, Klima und Energie) präsentierte. „350 Millionen Euro sind ein stolzer Betrag und bedeutend für die regionale Wirtschaft, die Sicherheit und die Entwicklung des Burgenlandes“ betonte Dorner. Mit den Mitteln der ASFING für den Ausbau von Schnellstraßen im Burgenland - zusätzlich zu den 350 Millionen Euro des Landes - werden insgesamt mehr als 500 Millionen Euro für Infrastruktur und Bauten in allen Bezirken bereitgestellt.

Aktuell gebe es seit einigen Jahren insgesamt eine schwierige Zeit ab dem Beginn der Corona-Pandemie, dem Start des Krieges in der Ukraine und nun mit dem Krieg im Nahen Osten, sagte Dorner. Diese Konflikte und Krisen haben Auswirkungen auf Österreich wie auch das Burgenland durch die Teuerung und die Preisanstiegsdynamik. „Es gab mehrere Möglichkeiten darauf zu reagieren und so gut wie möglich entgegenzuwirken. Im Burgenland haben wir beispielsweise mit dem Wohnkostendeckel gegengesteuert, und aktuell bieten wir den Rückkauf der Wohnbaudarlehen für die Bürgerinnen und Bürger wie auch die gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften zu besonders günstigen Konditionen an“, führte der Landesrat aus. „Es gibt unterschiedliche Wege, wie man solchen Herausforderungen begegnet. Das Bauprogramm bedeutet für mich einen hohen Grad an Sicherheit und Lebensqualität für die Menschen im Burgenland. Neben den volkswirtschaftlichen Effekten geht es auch um Sicherheit der Menschen und der Qualität der Infrastruktur, und das ist wichtig“, unterstrich Dorner.

Das Bauprogramm 2026 im Detail

Projekte der Landesimmobilien Burgenland – LIB

„Wir sind stolz als LIB, einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung des Landes, die Wirtschaft, den Sport wie auch die Kultur leisten zu können. 282 Millionen Euro werden von der LIB-Gruppe in die Infrastruktur des Landes investiert“, erklärte Geschäftsführerin Benedek.

Von der LIB werden in die Instandsetzung und Instandhaltung bestehender Gebäude 3,8 Millionen Euro und in Um- und Neubauten 143,2 Millionen Euro investiert.

Wichtige Projekte in Fertigstellung in diesem Jahr sind das Haus der Volksgruppen Oberwart, das Kulturzentrum Güssing, der Campus Energie & Gesundheit Pinkafeld, die Keramikschule Stoob und das Hallenbad Neusiedl am See.

Große Projekte in Umsetzung im Jahr 2026 sind der Aktivpark Güssing, das Landesmuseum Eisenstadt, die Erweiterung Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf oder Instandsetzungsarbeiten im Landhaus ALT in Eisenstadt.

PEB - Projektentwicklung Burgenland GmbH

Die PEB – Projektentwicklung Burgenland GmbH steht den Gemeinden als Partner zur Schaffung kommunaler Infrastruktur im Hochbau zur Seite. 2026 beträgt das Investitionsvolumen rund 100 Millionen Euro.

Beispiele, die derzeit realisiert werden, sind die Sanierung und der Zubau NMS Gols, das Feuerwehrhaus Hornstein, oder der Bildungscampus Lackenbach.

SOWO - So Wohnt Burgenland GmbH

2026 setzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SOWO Projekte mit einem Bauvolumen von rund 35 Millionen Euro um.

Zu den Projekten gehören:

Burgenland Bau und Betrieb – BBB

Die BBB tätigt Gesamtinvestitionen in der Höhe von über elf Millionen Euro für die Instandhaltung des Landesstraßennetzes. Davon entfallen 9.877.372,00 Euro für die Straßen, Brücken und Kunstbauten. Für zusätzliche Instandhaltungsarbeiten werden 1.310.000,00 Euro aufgewendet. „Unser Programm ist ein guter Wurf für das Burgenland, den wir heuer schaffen können, wir bringen die Infrastruktur auf den letzten Stand“, sagt der Geschäftsführer der BBB, Thiesz. „Rund 60 Prozent des Investitionsvolumens werden für Straßen aufgewendet, gut 40 Prozent für den Brücken- und Kunstbau. Insgesamt sollen 41 Projekte in allen Bezirken des Landes realisiert werden.“

Ausgewählte Beispiele:

Bauprogramm Wasserbau - Abteilung 5

Zu den Investitions- und Förderbereichen im Wasserbau gehören Schutzwasserwirtschaft und Ökologisierungsprojekte, die Siedlungswasserwirtschaft wie auch Sonderprojekte.
„Wir sorgen dafür, dass Hochwasserschutz und die Projekte ökologisch und im Sinne der Renaturisierung umgesetzt werden. Die Daseinsvorsorge der Burgenländerinnen und Burgenländer sichern wir mit der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung ab. Eine Weiterentwicklung des Burgenlandes passiert mit den Sonderprojekten“, sagte Abteilungsvorstand Heckenast bei der Präsentation.

Quelle: Land Burgenland

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